Daytrading ist ein emotionales Thema

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Einerseits versprechen Ihnen zahllose Internetgurus den schnellen Gewinn. Andererseits gibt es in Foren viele Gebrandmarkte, die der Traum vom schnellen Geld in den finanziellen Abgrund stürzte. Doch abseits von aller Gefühlsaufladung, was ist Daytrading? Wie funktioniert es und wer kann davon profitieren? Diese Fragen werden Ihnen nun Schritt für Schritt beantwortet.

Was ist Daytrading?

Kurz gesagt: Daytrading bezeichnet das kurzfristige Spekulieren mit Wertpapieren. Dabei baut der Trader innerhalb eines Tages eine Wertpapierposition auf (er kauft Wertpapiere) und hat diese Position am Ende des Tages wieder geschlossen; er hat also alle Wertpapiere wieder verkauft und damit am Ende eine 100 % Cash Quote.

Weil aber die Aktienkurse pro Tag nur gering schwanken, ist der Trader auf Hebel (Leverage) angewiesen. Dabei leiht er sich Geld von seinem Broker oder seiner Bank, um seine Gewinne in die Höhe zu hebeln. Beispielsweise kauf er selbst 10 Aktien und nochmals 100 Aktien als Hebel dazu: Falls er gewinnt, verdient er mehr, gleichzeitig ist aber auch das Risiko größer.

Meistens aber handeln die Trader gar nicht mit Aktien, weil sie für diese mehr Kapital benötigen. Vielmehr setzten sie auf Derivate, wie Optionen, Binäre Optionen, Futures und CFDs oder dem Handel mit Währungen auf dem Forex-Markt.

Wie handeln Daytrader?

Um zu traden, stehen dem Händler zwei Möglichkeiten zur Verfügung: einmal die Long-Position und die Short-Position. Bei der Long-Position setzt der Trader darauf, dass die Position steigt und somit der Kurs in die Höhe geht.

Bei der Short-Position setzt er hingegen auf einen fallenden Kurs. Dabei eröffnet der Trader seine Position, indem er zuerst Anteile verkauft, die er noch gar nicht besitzt (Leerverkauf). Um Gewinne zu erzielen, spekuliert er nun darauf, dass er die Anteile zu einem späteren Zeitpunkt billiger zurückkaufen kann. Die Anteile, die er zuerst verkauft hat, hat er sich indes von seinem Broker oder einer Bank geliehen.

Welche Strategien im Daytrading gibt es?

Der Daytrader besitzt mehrere Strategien, um erfolgreich zu handeln. Zum einen trifft er Entscheidungen aufgrund täglicher Nachrichten, wie veröffentlichte Arbeitsmarktdaten oder volkswirtschaftliche Prognosen ¬ aber auch Eilmeldungen, die einen Einfluss auf die Kurse haben könnten. Er wird hierbei zum News-Trader: Er wettet darauf, wie bestimmte Nachrichten auf die Marktstimmung wirken und damit die Kurse beeinflussen.

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Eine andere Strategie wird im Englischen als Fading the Gap bezeichnet, was man mit Schließen der Lücke übersetzten kann. Die Lücke entsteht hierbei, wenn der Anfangskurs einer Aktie höher oder niedriger ausfällt als der Schlusskurs am Vortag. Der Trader schließt nun diese Lücke, indem er sich in der entgegengesetzten Richtung positioniert: Ist der Anfangskurs höher, baut er eine Short-Position auf, ist der Anfangskurs aber niedriger, eine Long-Position. Er wettet folglich darauf, dass sich die Lücke wieder schließt, weil nach seiner Meinung die Nachrichten, die zuerst die Lücke auslösten, fehlerhaft seien.

Für wen ist Daytrading geeignet?

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, Ihren Lebensunterhalt mit Daytrading zu verdienen, müssen Ihnen einige Dinge bewusst sein: Obwohl Daytrading als leichter Nebenverdienst oder als Hobby angepriesen wird, ist es ein anstrengender Job, der viel Übung erfordert. Viele Trader trainieren monatelang mit kostenlosen Demokonten, um Erfahrungen zu sammeln, ihr Handelsinstrument zu verstehen und ihr Risiko berechnen zu können. Wer die Grundlagen nicht beherrscht, ist ein Zocker und kein Trader; und Zocker verlieren sehr schnell alles.

Auch sollten Sie nicht vergessen, dass beim Trading keine Wertschöpfung zustande kommt. Als Trader schaffen Sie also keine Werte, sondern transferieren Geld von einer Seite auf die andere. Daher gewinnt die eine Seite, wenn die andere Seite Geld verliert. Ihre Gegenspieler sind aber die größten Investmentbanken der Welt mit hochqualifiziertem Personal und hochmoderner Technik. Wenn Sie selbst nicht das nötige Knowhow und eine gute technische Ausstattung besitzen, haben Sie nur wenig Chancen.

Zuletzt sind die durchschnittlichen Gewinnchancen nicht exorbitant: Laut dem NASAA Day Trading Report machten in einem Zeitraum von 1998 bis 1999 ca. 70 % der Trader Verluste ¬ dabei meistens aber alles, was sie investiert haben. Nur 11.5 % hingegen konnten konstante Gewinne machen. Wenn Sie also nicht über genügend Kenntnisse verfügen und Ihnen Ihre Nerven schnell durchgehen, sollten Sie auf Daytrading verzichten und lieber passiv investieren.

 

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