Betrug in Unternehmen: Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser?

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Die traurige Wahrheit: Den deutschen Unternehmen geht viel Potential verloren durch Diebstahl, Betrug, Manipulation und Datenklau. Allerdings nicht vor allem ausgeübt durch Angriffe von Externen, sondern ausgerechnet die eigenen Mitarbeiter, denen man vertraut, sind die Initiatoren. Doch wie kann man sich gegen Unehrlichkeit, kleine und größere Diebstähle, falsche Krankmeldungen oder sogar Lohnbetrug schützen? Einige Tipps können dabei helfen, den Schaden zu begrenzen.

Viel Lärm um nichts?

Volkswagen, Siemens, FIFA und DFB – immer wieder machen in der PresseBerichte über Wirtschaftskriminalität in großen Unternehmen Schlagzeilen. Dabei belegen Statistiken, dass dies in Wahrheit nur die Spitze des Eisbergs ist. Das Ausmaß ist beeindruckend: So gab es beispielsweise im Jahr 2015 in 51 % der deutschen Unternehmen Betrug durch Mitarbeiter. Im Klartext: Jedes zweite Unternehmen ist betroffen.

Vor allem sind es kleinere und mittlere Unternehmen, die Opfer ihrer Mitarbeiter werden. Im Zeitraum 2001-2009 stieg beispielsweise die Gesamtanzahl von Vermögensdelikten, d. h. Betrug, Untreue und Unterschlagung, zwar um 18,5 %, allerdings verringerte sich zugleich die Schadenssumme von 6,6 Milliarden Euro auf “nur noch” rund 4 Milliarden Euro. Offenbar ist die Entwicklung in Großunternehmen tendenziell rückläufig, während sie in anderen Firmen an Fahrt aufnimmt.

Fehlendes Risikobewusstsein öffnet Tür und Tor für Wirtschaftskriminalität

Großunternehmen haben in der Zwischenzeit reagiert: Ein sogenannter Fraud-Manager gehört dort vielfach zur Stammbelegschaft. Ihre Aufgabe ist es, ein Sicherheits- und Überwachungskonzept zu installieren, das ein effektives Vorgehen gegen interne Unternehmenskriminalität sicherstellt. Dagegen werden in kleinen und mittleren Unternehmendie Gefahren krimineller Handlungen in der Regel unterschätzt – besonders aber der dadurch entstehende Schaden.   Typische Delikte sind etwa:

  • Unterschlagung, Diebstahl

Neben dem Entwenden von Geld oder Gegenständenfallen auch”Datenklau” oder die Weitergabe von Firmeninterna hierunter. Ein typischer Fall von Unterschlagung wäre z.B. die Auszahlung von Geldern an erfundene Lieferanten. Besonders ärgerlich für das Unternehmen, denn hierdurch entsteht nicht nur auch finanzieller Schaden, sondern da hierfür die Buchhaltung manipuliert wird, kann dies auch juristische Konsequenzen für die Firma haben! Übrigens: Auch die Benutzung von Geschäftsausstattung ohne ausdrückliche Erlaubnis für private Zwecke zu nutzen, stellt schon eine Art von Unterschlagung dar. Die Liste ist lang -“mal eben schnell” was ausdrucken oder kopieren, E-Mails versenden, das Smartphone im Büro aufladen etc. wird gerne gemacht.

  • Korruption

Bestechlichkeit von Mitarbeitern, liegt vor, wenn ein Mitarbeiter z.B. Geld von einem Lieferanten annimmt und ihn folgend bevorzugt zu behandeln. Eine weitere Möglichkeit: Der Lieferant stellt eine überhöhte Rechnung aus, der Gewinn wird später zwischen ihm und dem Mitarbeiter geteilt.

  • Täuschung über Krankheit

Dies ist ebenfalls eine Form des Betrugs, die weit verbreitet ist. Einer Umfrage zu einer Studie von Glassdoorzufolge täuscht rund jeder zehnte Arbeitnehmer einmal im Jahr eine Krankheit vor, um zu Hause zu bleiben. Als Begründung wird häufig genannt, dass man viel gearbeitet habe und deshalb einen Extra-Tag verdiene … Vergessen wird dabei häufig, dass nicht nur ein finanzieller Schaden entsteht, sondern die Kollegen an dem Tag auch die Arbeit zusätzlich erledigen müssen.

Maßnahmen gegen Wirtschaftskriminalität

Für die vor allem betroffenen kleinen und mittleren Unternehmen ist die Einstellung eines Fraud-Managers meist keine Option, um Betrug durch Mitarbeiter entgegenzuwirken. Stattdessen sollten Prozesse eingeführt werden, mit denen kriminelle Delikte effektiv eingedämmt werden können. Ein Muss ist da z.B. das “Vier-Augen-Prinzip”, auch ein systematischesProzessmanagement und einRisikomanagementprozess sind nützlich.

Im Falle eines konkreten Betrugsverdachtes sind Maßnahmen wie eine Videoüberwachung oder eine Überwachung durch einen Detektiv möglich. Dabei sollte die Wahl auf eine in solchen Angelegenheiten erfahrene Detektei wie die LB-Detektei aus Esslingen fallen, denn hier sind Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt.  Ansonsten können schnell rechtliche Grenzen überschritten werden.

 

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