Amazon muss nicht für Markenverstöße der Händler mithaften

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Drittanbieter mit Markenverstößen auf der Handelsplattform. Es sind vor allem die Drittanbieter auf der Handelsplattform Amazon, die es den Verbrauchern in manchen Fällen schwer machen, den Unmut nicht in mindestens schlechten Reviews abzulassen.

Dabei kann Amazon selbst nicht auf die Waren der Drittanbieter zugreifen und bietet ihnen stattdessen lediglich eine Plattform an, auf denen sie die Waren zur Verfügung stellen können. Für das Versenden der Ware ist der Händler selbst zuständig.

Amazon gilt dabei rechtlich lediglich als Vermittler. Markenverstöße lassen sich dabei schwerer ahnden, als zunächst gedacht.

Obwohl auf Amazon beispielsweise Puma-Sportartikel angeboten werden, muss der Verbraucher in den meisten Fällen zweimal hinschauen, ob es sich dabei um das Angebot eines Drittanbieters oder um ein Angebot von Amazon selbst handelt. Nur in letzterem Fall können Verbraucher sicher sein, ein Originalprodukt tatsächlich zu erwerben.

Rechtliche Konsequenzen, die Amazon ziehen muss

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber nicht, dass Amazon das Vorgehen solcher Markenverstöße toleriert. Bei der Masse der Angebote, die sich aktuell auf Amazon befinden, ist es jedoch fast nicht möglich sämtliche Rechtsbrüche sofort zu erkennen und aus dem System zu entfernen.

Daher ist Amazon auch auf die Aufmerksamkeit von Kunden angewiesen, die Opfer eines Markenverstoßes wurden. Sobald Amazon Auskunft über das Vorgehen eines Händlers erhält, ist es für das Unternehmen möglich mit Konsequenzen zu reagieren und die jeweiligen Angebote zu entfernen.

Wenn die Angebote trotz dieses Umstandes immer noch im System verbleiben würden, macht sich Amazon rechtlich gesehen strafbar. Dies bekräftigt auch ein BGH Urteil aus dem Jahre 2008.

Wird das Trading der Amazon-Aktie beeinflusst?

Eine Mithaftung bei Artikeln, die in den Markenverstoß einzuordnen sind existiert demnach zunächst nicht, da dass Angebot von Amazon selbst nicht betroffen ist, es sich stattdessen um externe Händler handelt, die lediglich die Möglichkeiten der Plattform zum Verkauf nutzen.

Ob das Trading der Amazon-Aktie hiervon beeinflusst wird, lässt sich nicht bestimmen, denn in der Regel reagieren Kunden relativ schnell und bringen Verstöße zur Anzeige. Auch Amazon reagiert in solchen Fällen vorbildlich, wenn nicht sogar höchst-sensibel und entfernt Anbieter mit Markenverstoß schnell aus dem System.

Die wachsende Anzahl der Produkte macht es für Amazon dabei nicht einfacher, die einzelnen Beschwerden noch schneller analysieren zu können. Dennoch zeigt sich, dass das Wachstum von Amazon durch solche Einzelfälle kaum aufzuhalten ist.

Daher sollten sich potenzielle Anleger unbesorgt zeigen, denn die große Vielfalt zu günstigen Preisen und die schnelle, zuverlässige Lieferung der Produkte, lässt immer mehr Menschen das Angebot des Versandriesen nutzen.

 

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